Klimapartnerschaft Windhoek und Bremen

Gemeinsam gehen die Städte Windhoek und Bremen ab Herbst 2017 eine „Klimapartnerschaft“ ein. Dazu tagt zurzeit ein internationaler Auftaktworkshop in Bremen. Ein „Memorandum of understanding“ tauschten am Montagabend im Haus der Bürgerschaft Windhoeks Stadtdirektor Robert Kahimise, Dr. Stefan Wilhelmy von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEV), Bonn, und Vizepräsident Frank Imhoff, Bremische Bürgerschaft aus.

Robert Kahimise, Dr. Stefan Wilhelmy und Vizepräsident Frank Imhoff (v.l.n.r.)

Die Gesprächspartner der Klimakonferenz zeigten sich überzeugt, dass die Partnerschaften zwischen deutschen und afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Kommunen über mehrere Jahre einen intensiven fachlichen Austausch zwischen den Städten ermöglichen und dadurch weitere Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit/Entwicklung entstehen.

Mit einem Auftaktworkshop werden die Klimapartnerschaften zurzeit mit vielen internationalen Gesprächspartnern in Bremen diskutiert. Den ersten Tagungstag beendete ein Empfang in der Bürgerschaft, zu dem Vizepräsident Frank Imhoff die Gäste begrüßte.
Frank Imhoff sagte in seiner Begrüßungsansprache: „Die Verbundenheit der zahlreichen und vielfältigen Kommunen ist ein hohes Gut, welches in den Zeiten der Globalisierung immer wieder in Frage gestellt wird. In vielen Ländern und Gesellschaftskreisen wird Angst geschürt, die den Autoritären dort in die Hände spielt. Weltweit können leider häufig jene Politiker auf Erfolge verweisen, die für Härte und Rechtsbeugung stehen und eine Abschottung und Individualisierung ihrer Länder predigen. Sie meinen, dass sie durch Einzelgängertum und die Besinnung auf nur ihre eigenen, individuellen und kurzfristigen Vorteile Erfolg haben werden und die Bürgerinnen und Bürger auf ihre Seite ziehen können – aber das ist falsch.

Denn es gibt heute viele Themen und Herausforderungen, denen wir uns besser in der internationalen Gemeinschaft stellen. Diese Themen können wir nicht einzeln lösen, da sie vielfältig und komplex sind und Anstrengungen von der Welt als Ganzes bedürfen. Klimaschutz und Klimaanpassung sind gute Beispiele dafür. Denn Nachhaltigkeit bedeutet, nicht auf Kosten Anderer oder auf Kosten der zukünftigen Generationen zu leben. Unser Handeln hier in Bremen hat Auswirkungen, die nicht nur hier vor Ort sondern auch weltweit, etwa in Windhoek in Namibia, spürbar sein können. Wir sollten gemeinsam danach streben, eine nachhaltige Wirtschafts- und Arbeitsstruktur zu schaffen, sodass auch unsere Kinder und Enkel in Zukunft eine lebenswerte Umwelt vorfinden.“