Meine Zeit im Parlament

Eine ganze Reihe von Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft tritt zur Wahl am 26. Mai 2019 nicht mehr an – sie können also nicht wieder ins Parlament einziehen. Manche von ihnen haben nur wenige Wochen in der Bürgerschaft gesessen, andere viele Jahre, einer von ihnen sogar 44 Jahre.
Nach der Wahl kann es noch weitere Abgeordnete geben, die den Wiedereinzug ins Parlament nicht geschafft haben.

Wir haben im April alle Abgeordneten angeschrieben, die nicht wieder kandidieren. Wir wollten wissen: Was waren Ihre Höhepunkte? Nicht alle haben geantwortet.

Auf dieser Seite veröffentlichen wir bis zur Wahl jeden Tag weitere Antworten. Klicken Sie auf die Überschrift, um die Fragen und Antworten aufzuklappen.

Die von den Abgeordneten verfassten Texte stellen deren eigene Meinungen dar und geben nicht zwingend die Wertevorstellungen der Bremischen Bürgerschaft wieder. Die Texte wurden teilweise leicht gekürzt.

Fotografien, die den Abgeordneten Tassis zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Alexander Tassis (2015-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Alexander Tassis, fraktionslos (AfD)

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Über Viktor Orban als großen Europäer anlässlich Merkels Grenzöffnung.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Positiv: Das Vertrauen hunderter Bürger bekommen zu haben, die mit ihren Nöten zu mir gekommen sind. Auch positiv, aber lustig: Immer wieder schön war es, die hanebüchenen Zwischenrufe der Kollegen im Protokoll zu lesen.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Ruhig bleiben. Pulver an der richtigen Stelle verschießen. Rügelos bleiben und sich üben in Gelassenheit.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Die nächsten Bücher schreiben und die AfD an anderer Stelle zum ewigen Ärger des Gegners nach vorne bringen.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Dummes Geseiere über angeblichen Rechtsradikalismus, wenn es um sinnvollen Patriotismus gegangen ist.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Städtisch: Altstadt Bremen wieder aufbauen. Im Bundesland: Effiziente Sozialpolitik. Dazu gehört im Bund: Grenzen dicht, Merkel muss weg!

Fotografien, die die Abgeordnete Kohlrausch zu Beginn ihrer ersten Wahlperiode und am Ende ihrer letzten Wahlperiode zeigen

Juli Kohlrausch (2015-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Juli Kohlrausch, FDP-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

In meiner ersten Rede im Parlament, im Juli 2015, sprach ich zum Thema: Streik in den Kindergärten. Erstattung der Gelder.

Die Situation an den Kindergärten wurde Thema vieler Reden.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordnete?

Highlights gab es, wenn wir Einigkeit zu einem Thema erreichten.

Spaß machte die Abstimmung zum Thema Schwimmunterricht in Bremer Schulen.

Höhepunkt war es auch, in einer Aktuellen Stunde mit mehr Zeit zum Thema Bildung reden zu können.

Reden, die mir besonders am Herzen lagen, waren die Reden zu „Jugend im Parlament“.

Und ein persönliches Highlight war vor kurzem meine Rede zum Bremer Theater.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Mein Tipp: Mit mehr Selbstvertrauen die eigene Meinung vertreten und sich dabei nicht verunsichern lassen.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Ich möchte mehr Zeit für meine drei jüngsten Enkel haben, die in Bremen leben. Außerdem habe ich ein Ehrenamt bei „Löwenherz“ und würde gern bei der Integration junger Flüchtlinge helfen.

Außerdem freue ich mich auf Zeit für Radtouren, Zeit für kulturelle Veranstaltungen und vieles mehr.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Zu lange Diskussionen ohne greifbare Ergebnisse.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Mein Herzensanliegen ist das Gelingen der Inklusion und das Gelingen der Integration.

Als ehemalige Rektorin einer Bremer Grundschule: Die Verbesserung der Ergebnisse an Bremer Grundschulen.

Hier gibt es noch viel zu tun.

Fotografien, die den Abgeordneten Acar zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Mehmet S. Acar (2015-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Mehmet Acar, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Über das EU-Schulobst- und Gemüseprogramm für gesundes Essen an den Schulen.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Mein Einsatz erstens gegen die Bürgerinitiative "alte Dorfschule erhalten" für Abriss und schnellen Neubau einer Kita Burgdamm sowie zweitens für die Erweiterung der Mensa der Oberschule Helsinkistraße.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Die Anliegen der Wählerinnen und Wähler ernst nehmen und versuchen, diese im Sinne des Gemeinwohls umzusetzen.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Wieder mehr Zeit für meine berufliche Tätigkeit als Bauingenieur und für meine Familie verwenden.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Die teilweise sehr langen und ausufernden Diskussionen in der Deputation für Kinder und Bildung.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Beitragsfreie Kitas & Frühkindliche Bildung.

Fotografien, die den Abgeordneten Weigelt zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Helmut Weigelt (2011-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Helmut Weigelt, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

„Zügige Besetzung von Ortsamtsleitungsstellen sicherzustellen durch Ausgestaltung der Stelle als kommunales Wahlbeamtenverhältnis.“

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler für eine zweite Legislaturperiode über Personenstimmen. Erweiterung der Beiratsrechte.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Das schnelle Kennenlernen von Abläufen in den Gremien/parlamentarischen Betrieb. Einen engen Kontakt zu den Zielgruppen, zum Stadtteil. Zuhören.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Weiterer Einsatz für den Stadtteil und Mitarbeit im Beirat. Ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Die vielen Termine am Abend.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Ausbau der Beiratsrechte, Bürgerbeteiligung und der Bereich Kinder und Bildung.

Fotografien, die den Abgeordneten Tsartilidis zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Elias Tsartilidis (2011-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Elias Tsartilidis, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Tatsächlich erinnere ich mich nicht so genau an meine erste Rede im Plenum, vielleicht war ich damals zu aufgeregt. Ich bin mir aber recht sicher, dass es um die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Bremen ging.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Ein Highlight für mich war das ständige Lernen von vielen engagierten Menschen in Bremen und Bremerhaven. Als Abgeordneter hat man die Möglichkeit, viele Bereiche des Landes kennenzulernen und auch mal hinter die Kulissen zu schauen und Probleme zu erkennen und zu lösen. Ein Beispiel hierfür ist meine Teilnahme an der Baltic Week of Action, die von der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) durchgeführt wurde. Im Rahmen der Aktionswoche begleitete ich die Inspektoren der ITF bei ihrer Arbeit in den Häfen und auf den Schiffen. Die ITF-Inspektoren überprüfen die Einhaltung der Tarifverträge der Seefahrer und sind oftmals die einzigen Ansprechpartner für die monatelang auf See befindlichen Seeleute. Die internationale Solidarität und Wirksamkeit einer weltweit agierenden gewerkschaftlichen Organisation hat mich sehr beeindruckt.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Redet so, dass die Bürgerinnen und Bürger euch verstehen, denn wir halten keine Rede für die Verwaltung, sondern erklären unseren Standpunkt den Bürgerinnen und Bürgern. Ein respektvoller und toleranter Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Parteien hilft der Arbeit und der Demokratie – bei aller trennenden Programmatik, Demokraten müssen zusammenhalten und Abgeordnete ein Vorbild für leidenschaftliche, faire und respektvolle Diskussionen sein.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Weiterhin politisch zu arbeiten, aber eben ehrenamtlich. Ich freue mich darauf, wieder mehr zu unterrichten und möchte als Lehrer meine Erfahrungen und meine Begeisterung für die Demokratie weitergeben. Konkret möchte ich mit vielen Schülerinnen und Schülern an den Projekten Jugend im Parlament und Jugend debattiert teilnehmen.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Das Pendeln zwischen Bremerhaven und Bremen im Auto oder im Zug.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Das Trennende zwischen Bremen und Bremerhaven etwas zu verringern, Bremen und Bremerhaven mit guter Wissenschaft und Forschung Perspektiven für junge Menschen zu geben und die Zukunft der Bremischen Häfen zu sichern und die dortigen Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Fotografien, die die Abgeordnete Rosenkötter zu Beginn ihrer ersten Wahlperiode und am Ende ihrer letzten Wahlperiode zeigen

Ingelore Rosenkötter (2011-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Ingelore Rosenkötter, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

In meiner ersten Bürgerschafts-Sitzungswoche im November 2006 waren es gleich mehrere Themen, die ich als neue Senatorin zu vertreten hatten. Es ging um Probleme und Aufgaben in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Kinder- und Jugendschutz und Gesundheitsversorgung.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordnete?

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und das Thema Sport sind immer meine Herzensanliegen geblieben. Persönliche Highlights waren für mich auch die Besuche im jährlich stattfindenden Behindertenparlament. Eine Veranstaltung voller Leidenschaft und ein offener Einblick in den oft so schwierigen Alltag von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Das ist und bleibt für uns alle ein Auftrag in der Politik und im Alltag.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Ach, da muss jede und jeder seinen Weg gehen. Der innere Kompass darf nicht verloren gehen, die Grundwerte müssen das Handeln bestimmen und nicht zuletzt sind der Austausch, der Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern wertvoller und wichtiger Bestandteil der Arbeit. Politische Erfolge brauchen oft (zu)viel Zeit und Kompromissfähigkeit.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Ich bin sicher, da wird sich was finden. Dem Sport werde ich auf alle Fälle in irgendeiner Form verbunden bleiben. Und natürlich habe ich mir vorgenommen , nun wieder regelmäßiger selber sportlich aktiv zu sein. Und dann gibt es noch ein paar Ideen kreativer Art, die schon lange im Kopf rumschwirren. Also, ich mache mir keine Sorgen, dass es langweilig wird. Und ich weiß ganz sicher, dass sich meine Mutter über Besuche freut, die nicht von anderen Terminen begrenzt sind. Das tut uns gut.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Viel zu viele Termine, die zwingend vorgegeben sind.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Siehe Antwort zu Frage 2. Und neben allen Themen: Respekt und Fairness im Umgang untereinander und im politischen Alltag.

Fotografien, die den Abgeordneten Reinken zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Dieter Reinken (2011-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Dieter Reinken, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Ich vermute, meine erste Rede im Spätsommer 2011 um die damals von der Bundesregierung (schwarz-gelb) durchgeführte Instrumentenreform mit Rückgang des Fördervolumens in der Arbeitsmarktpolitik von ca. 70 Mio auf ca. 40 Mio Euro ging.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordnete?

Die erstmalige Einführung eines Landes-Mindestlohns in einem Bundesland 2012, die Weichenstellung für Ausbildung und Jugendberufsagentur und die Bemühungen um die bessere Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Die Vorlagen des Senats gründlich und kritisch lesen, eigene Initiativen entwickeln, zuhören, und nicht allzuviel schwadronieren.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Freizeit!

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Fensterreden – egal von wem.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Dass wir Arbeitsmarktprojekte anstoßen, die Ergebnisse für die Menschen bringen und das wir Wirtschaftsprojekte anstoßen, die Bremen und Bremens Arbeitnehmer weiterbringen.

Fotografien, die den Abgeordneten Öztürk zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Patrick Öztürk (2011-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Patrick Öztürk, fraktionslos (SPD)

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Das Thema meiner ersten Rede im Parlament war zum Antrag der Grünen und der SPD mit dem Titel „Einführung einer Ombudsperson an den Hochschulen im Land Bremen“. Dabei ging es um die Schaffung von Arbeitsplätzen an den Hochschulen, deren Aufgabe es sein sollte, die Studentinnen und Studenten auf ihrem Weg durch das Studium zu unterstützen. Da mir das Thema sehr wichtig erschien, habe ich mich gern hierfür eingesetzt.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Der Job war von vielen Highlights geprägt. Ich könnte nicht sagen, dass mir nur ein bestimmtes Thema am Herzen lag. Es waren vielmehr die anspruchsvollen inhaltlichen Diskussionen zu allen Themen, die das gemeinsame Zusammenleben in Bremen ganz unmittelbar betrafen sowie das Zusammentreffen mit Menschen aus ganz unterschiedlichen disziplinären und Lebenshintergründen, was mich im Job antrieb.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Neuen Mitgliedern der Bürgerschaft rate ich, sich nicht nur von tagesaktuellen Ereignissen und der Dramaturgie der Medien leiten zu lassen. Neue Mitglieder sollten frühzeitig ihre eigenen Ideen verfolgen und diese in messbare Pläne umsetzen. Dazu gehört auch, die eigenen Ideen gegen Kritik zu verteidigen, wenn man von ihnen überzeugt ist.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Ich freue mich nun darauf, meinem eigentlich erlernten Beruf als Lehrer mehr Raum in meinem Leben zu schenken. Und das kann auch sehr erfüllend sein.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Am Abgeordnetenberuf werde ich die Parteiinterna nicht vermissen. Da die Wahlrechtsänderungen aus dem Jahre 2018 erneut dazu führen werden, dass der Einfluss der Parteien auf das Wahlergebnis wächst, werden Parteiinterna zukünftig einen noch größeren Anteil am Abgeordnetenleben spielen und das politische Geschäft dominieren.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Ich hatte mir immer einen oder zwei Tage in der Woche herausgenommen, an denen ich Ortstermine oder persönliche Gespräche wahrnahm – sei es in Kindergärten, in Schulen, Unternehmen, innerhalb der Verwaltung oder mit Einzelpersonen, die an mich herangetreten waren. Dabei war es für mich unerheblich, welche Themen mir gerade wichtig waren, sondern welche Themen den Menschen vor Ort am Herzen lagen. Dennoch waren die Themen, mit denen ich am meisten zu tun hatte die Bildungspolitik, aber auch die Wissenschafts-, Sozial- oder Wirtschaftspolitik im Bereich innovativer Technologien.

Fotografien, die den Abgeordneten Hinners zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Wilhelm Hinners (2007-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Wilhelm Hinners, CDU-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Meine erste Rede habe ich zu der von mir gestellten großen Anfrage zum Thema „Onlinedurchsuchungen“ gehalten. Ein Thema, das immer noch eine große Aktualität aufweist.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Zu meinen persönlichen Highlights gehören diverse Diskussionen in der BB zu aktuellen Themen der Inneren Sicherheit wie beispielsweise der Terrorgefahr, die Teilnahme an mehreren Untersuchungsausschüssen aber auch überregionale Kontakte zu anderen Landesparlamenten, dem Bundestag sowie Regierungsmitgliedern im Bund und den Ländern.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Neuen Parlamentariern gebe ich den Rat, sich intensiv in die Geschäftsabläufe der Bremischen Bürgerschaft einzuarbeiten sowie gute Kontakte zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bürgerschaftskanzlei zu pflegen.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Ich nehme mir insbesondere vor, auch außerhalb der Parlamentsferien Urlaubsreisen anzutreten, da das in der Vergangenheit regelmäßig nicht möglich war.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Langwierige politische Prozesse und langweilige Debattenbeiträge...

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Mein Herzensanliegen war aufgrund meiner Vita als ehemaliger Kriminalbeamter die Verbesserung der Sicherheit der Bürger im Land Bremen durch ausgewogene Rechtsnormen sowie personell und materiell gut ausgerüstete Polizei und Justiz.

Fotografien, die den Abgeordneten Crueger zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Jens Crueger (2003-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Jens Crueger, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Lange her (2003), es war zur Kinder- und Jugendpolitik.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Die spannenden Plenarsitzungen mit leidenschaftlichen Debatten, sechsstündige Ausschusssitzungen (im Jugendhilfeausschuss zeitweilig mit Hühnern und Ziegen als Gästen, als es um eine Jugendfarm ging), viele Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Sich zu gedulden, bis man gelernt hat, wie das Parlament funktioniert. Nicht gleich zu glauben, man sei Profi. Das dauert seine Zeit.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Wie in der Vergangenheit auch: Man selbst bleiben, politisch sein, und als Berater das Wissen und die Erfahrung weitergeben.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Die Unmengen an Papier (Einladungen, Lobby-Zeitschriften und Ausschussvorlagen), die den Postkasten verstopfen. Aber auch all das wird irgendwann digital.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Die junge Generation an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Und eine Politik zu machen, die Artenvielfalt und Umwelt schützt und erhält. Vom Insekt bis zum Braunbären.

Fotografien, die die Abgeordnete Böschen zu Beginn ihrer ersten Wahlperiode und am Ende ihrer letzten Wahlperiode zeigen

Sybille Böschen (2003-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Sybille Böschen, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Gewalt an Schulen.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordnete?

Teilnahme an der Wahl des Bundespräsidenten, Ablösung des mehrgliedrigen Schulsystem zugunsten einer Zweigliedrigkeit und der inklusiven Beschulung, Teilnahme an der Reise des Bürgerschaftsvorstands nach Israel.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Sich Zeit nehmen um Strukturen zu erkennen, damit diese für die politische Arbeit genutzt oder verändert werden können.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Möglichst ohne viel Termindruck die Dinge tun, die sich ergeben.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Die Reden der AfD-, LKR- und BIW-Abgeordneten.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Die Anliegen, mit denen sich Menschen an mich gewandt haben, zu bearbeiten, den Menschen Rückmeldungen über die Entwicklung zu geben und auch über lange Zeit die Verfolgung der Ziele nicht aus dem Blick zu verlieren.

Von besonderer Bedeutung sind für mich die Themen, die zu mehr Gerechtigkeit im Bildungsbereich oder mehr Geschlechtergerechtigkeit führen.

Fotografien, die den Abgeordneten Liess zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Max Liess (1999-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Max Liess, SPD-Fraktion

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Nach meiner Erinnerung ging es um die Bedeutung von Geodaten.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Es geht nicht um persönliche Highlights. Wer das glaubt, nimmt die parlamentarische Arbeit nicht ernst.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Ausdauer, Geduld und Beharrlichkeit in der Verfolgung politischer Ziele sind Grundvoraussetzung erfolgreicher parlamentarischer Arbeit. Oder kurz gesagt, sich nicht entmutigen lassen.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Ich werde meinem Beruf, den ich im Rahmen des Halbtagsparlaments ausgeübt habe, intensiver nachkommen.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Manche Parlamentsdiskussionen dienen nicht der Sach- sondern ausschließlich der politischen Selbstdarstellung. Diese Debatten werde ich nicht vermissen.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Einen Beitrag zur Erfüllung der jeweiligen Koalitionsvereinbarung zu leisten.

Fotografien, die den Abgeordneten Dr. Güldner zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Dr. Matthias Güldner (1999-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Dr. Matthias Güldner, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

Ist lange her, aber wenn ich richtig recherchiert habe, zur „Abschiebehaft im neuen Polizeipräsidium in der Vahr“.

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Bewegend waren die Debatten um den Tod durch Brechmittelvergabe an den Tatverdächtigen Laye Alama Condé im Polizeigewahrsam. Nach einem vergleichbaren Fall vorher in Hamburg hatte ich beantragt, die Brechmittelpraxis in Bremen zu beenden. Die damalige Große Koalition lehnte den Antrag ab. Darauf hin kam es auch in Bremen zu dem tödlichen Zwischenfall. Selten war die mögliche Wirksamkeit von politischen Entscheidungen so praktisch deutlich wie hier.

Insgesamt war meine erste WP als Mitglied der einzigen(!) Oppositionsfraktion gegenüber einer Großen Koalition sicher die größte Herausforderung, aber auch am spannendsten.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Nicht nur mitschwimmen mit dem Mainstream der eigenen Fraktion oder des Parlamentes, sondern sich immer und überall eigene Gedanken machen, zu eigenen Einschätzungen kommen und diese dann in der eigenen Fraktion offensiv vertreten. Am Ende die demokratische Entscheidung der eigenen Fraktion und es Parlamentes mittragen. Sich draußen in der Praxis umhören und all die Stimmen aufsammeln, die ein anderes Bild als in den Vorlagen zeichnen. Bürgerschafts-, Deputations- oder Senatsvorlagen sind oft ein von Technokratie geprägtes Zerrbild der Realität, das dringend Korrektur durch Abgleich „an der frischen Luft“ bedarf. Deshalb, redet mit den Menschen nicht wie ein Social Bot oder ein Anrufbeantworter, sondern wie ihr mit euren besten Freunden reden würdet.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Wiedereinstieg in den Beruf nach 20 Jahren: Ich freue mich schon auf den aufregenden Satz „Hallo, ich bin hier der Neue“. Vor allem mehr Zeit für Familie und Freunde. Politik machen ist nicht sozial, trotz der vielen Menschen, die ständig um einen herum sind.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Politische Floskeln ständig und überall aus nächster Nähe. „Wir sind auf einem guten Weg“ als Synonym für „Es ist erst mal ziemlich gescheitert“ oder „das ist doch ein guter erster Schritt“ als Ersatz für „da kommen wir eigentlich gar nicht voran“. So was braucht kein Mensch, weder Bürger*innen noch Politiker*innen. Populismus ist schlimm, aber in Teilen auch selbst gemacht.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

1. Menschenrechte lassen sich nicht relativieren, sie müssen immer und überall gelten, auch für diejenigen, die es nach Meinung der Mehrheit „nicht verdient“ haben.
2. Der Kampf gegen den reformfeindlichen Irrglauben, mehr Geld und Stellen seien die Lösung für alle Probleme.
3. Politik muss in der Praxis wirksam sein, nicht in gedruckten Vorlagen, deshalb der Kampf gegen politisch geformte Scheinwelten.

Fotografien, die den Abgeordneten Ravens zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Bernd Ravens (1975-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Bernd Ravens, SPD-Fraktion (parteilos)

Über welches Thema sprachen Sie bei Ihrer ersten Rede im Parlament?

„Überwindung der Jugendarbeitslosigkeit und Verbesserung der Ausbildungssituation“ (Drucksache 9/199)

Was waren Ihre persönlichen Highlights als Abgeordneter?

Das waren die Begegnungen mit Lech Walesa (polnischer Präsident), mit dem russischen Präsidenten Michail Gorbatschow und der Schwester des ehemaligen US Präsidenten Obama – Auma Obama.

Welche Tipps würden Sie den neuen Parlamentariern mit auf den Weg geben?

Sie sollten nach ihrer Wahl ins Parlament nicht vergessen, wer sie dorthin gewählt hat und bei Entscheidungen daran denken: erst der Mensch, dann das Land, danach die Partei.

Was nehmen Sie sich für die nächsten vier Jahre ohne Parlament vor?

Diese Entscheidung treffe ich nach den Wahlen am 26. Mai.

Was werden Sie an Ihrer Arbeit als Abgeordnete/Abgeordneter nicht vermissen?

Dies wird ganz sicher das schlechte, uralte Gestühl im Plenarsaal sein.

Was waren Ihre Herzensanliegen?

Ich habe immer versucht, allen mit Freundlichkeit und einem Lächeln zu begegnen und so manche Unzufriedenheit vor der Tür zu lassen, außerdem war und ist es weiterhin mein Anliegen und Ziel, möglichst vielen Menschen zu helfen, die mit einer Bitte zu mir kamen und kommen.

Fotografien, die den Abgeordneten Erlanson zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Peter Erlanson (2007-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Peter Erlanson, Fraktion DIE LINKE.

Fotografien, die den Abgeordneten Kottisch zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Andreas Kottisch (1999-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Andreas Kottisch, SPD-Fraktion

Fotografien, die den Abgeordneten Schäfer zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Christian Schäfer (2015-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Christian Schäfer, fraktionslos (LKR)

Fotografien, die den Abgeordneten Pohlmann zu Beginn seiner ersten Wahlperiode und am Ende seiner letzten Wahlperiode zeigen

Jürgen Pohlmann (1999-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Jürgen Pohlmann, SPD-Fraktion

Fotografien, die die Abgeordnete Wendland zu Beginn ihrer ersten Wahlperiode und am Ende ihrer letzten Wahlperiode zeigen

Susanne Wendland (2011-2019)

zum Abgeordnetenprofil von Susanne Wendland, parteilos