Abschiedsbesuch der indonesischen Generalkonsulin Sylvia Arifin

Kurz vor dem Ende ihres Dienstes im Hamburgischen Generalkonsulat am 30. September war es der Generalkonsulin der Republik Indonesien, Sylvia Arifin, ein Anliegen, sich noch einmal persönlich in Bremen zu verabschieden. Nach Stationen in Frankfurt und Berlin hatte Sylvia Arifin die ungewöhnliche Konstellation, in Hamburg eine weitere Aufgabe in Folge in Deutschland übertragen zu bekommen, bevor sie nun nach Indonesien zurückkehrt.

Christian Weber im Gespräch mit Sylvia Arifin

Während ihrer Amtszeit gelang es, für den Posten des Bremer Honorarkonsuls mit dem Unternehmer Wolfgang G. Köhne einen Nachfolger zu finden, dessen Familie über den Tabakhandel schon seit Generationen mit dem Land verbunden ist. Neben Tabak ist für Indonesien aber auch die maritime Wirtschaft ein wichtiges Standbein. Dabei ist Bremerhaven mit der Hafeninfrastruktur, dem Werftwesen und der Fischereiwirtschaft ein interessantes Modellbeispiel für den aus über 17.000 Inseln bestehenden Staat mit seinen rund 250 Millionen Einwohnern; im Frühjahr 2017 besuchte eine große Delegation die Seestadt.

Dass die Bundesrepublik Deutschland es jungen Akademikern aus Indonesien ermöglicht, hier zu guten Konditionen zu studieren, und nach dem Masterstudium und der Promotion zu arbeiten, sei ein kluger Schachzug, meinte Frau Arifin – von den etwa 500 indonesischen Staatsangehörigen in Bremen seien etwa die Hälfte Studierende. Insgesamt ist die indonesische Gesellschaft mit einem Anteil von ca. 50 % unter 40 Jahren vergleichsweise jung und mit über 200 Sprachen und sechs anerkannten Religionen überaus vielfältig. Wirtschaftliche Kooperation, die zwischen Bremen und Indonesien seit Mitte des 19. Jahrhunderts floriert,  ist für Indonesien ein Treiber für das sozio-ökonomische Fortkommen unter solch komplexen Voraussetzungen.