Ein Botschafter begegnet Günter Grass

Hoch interessiert an und äußerst beeindruckt von der Günter-Grass-Ausstellung in der Bremischen Bürgerschaft zeigte sich Chiles Botschafter in Berlin, SE Patricio Pradel Elgueta, bei seinem Antrittsbesuch, zu dem er von Vizepräsident Frank Imhoff empfangen wurde. Begleitet wurde der Botschafter von Generalkonsul Erwan Varas Dulac aus Hamburg und dem Doyen des Konsularkorps Bremen, Marokkos Honorarkonsul Volker Kröning.

Generalkonsul Erwan Varas Dulac, Botschafter Patricio Pradel Elgueta, Vizepräsident Frank Imhoff und der Doyen des Konsularkorps Bremen, Honorarkonsul Volker Kröning (v.l.n.r.)

Mit der Windenergie gab es schnell einen Anknüpfungspunkt im Gespräch des Botschafters mit dem Vizepräsidenten. Von da aus war es ein kleiner Schritt zum intensivierten Werben Chiles um ausländische, sprich deutsche Investoren, als der Botschafter vom neuen Büro Chiles in Frankfurt berichtete, eines von dreien neben Peking und San Francisco. „Sie sehen, welches Gewicht Chile Deutschland beimisst“, überzeugte Chiles Chef-Diplomat den bremischen Landtagsvizepräsidenten. Breiten Raum nahm im Gespräch der Schüler- und Studentenaustausch zwischen Chile und Deutschland ein und daran anknüpfend die „neuen“ Themen wie Digitalisierung. Aber auch über die Notwendigkeit und für junge Leute die Selbstverständlichkeit, in internationalen Sprachen wie englisch und spanisch (300 Millionen Menschen auf der Welt sprechen spanisch) miteinander kommunizieren zu können, unterhielt sich die Gesprächsrunde – und kam von da auf die plattdeutsche Sprache, die ein besonderes Anliegen des Vizepräsidenten ist. Auch auf diesem Feld zeigte sich der Botschafter interessiert und – im Hinblick auf Minderheitensprachen im eigenen Land – kundig.


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