Kunststipendiatin Julia Tymanska zeigt Werke in der Bürgerschaft
Seit heute (12. März) sind die Arbeiten von Julia Tymanska, der derzeitigen Stipendiatin des Bremer Kunststipendiums, im ersten Stock der Bürgerschaftsgebäudes zu sehen. Dabei handelt es sich um Werke, die Tymanska während ihrer Zeit in der Hansestadt geschaffen hat. Seit Anfang des Jahres bewohnt sie das Stipendiat:innen-Atelier bei der Bremer Heimstiftung, die Ausstellung in der Bürgerschaft bildet traditionell den Abschluss des Aufenthalts.
"Heute dürfen wir mittels der Kunst von Julia Tymanska eine Brücke zwischen Danzig und Bremen schlagen", so Bürgerschaftspräsidentin Grotheer anlässlich der Eröffnung. "Und ich freue mich wirklich sehr, dass ihre Arbeiten mit ihrer lebendigen Farbigkeit ab heute das Haus bereichern und bin stolz, dass wir mit dem Stipendium eine so vielseitig aktive Künstlerin unterstützen dürfen."
Die in Danzig (Gdansk) geborene Künstlerin studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig und bildet sich seit 2025 zusätzlich in Kunsttherapie weiter. Julia Tymanska experimentiert mit verschiedenen Medien und Techniken, etwa Malerei, Skulptur, Installation, Street Art, Bühnenbild und Performance. Sie sieht sich selbst „an der Schnittstelle der analogen und digitalen Welt“ und setzt sich in ihren Arbeiten kritisch mit dem Verhältnis von Mensch, Technologie und Natur auseinander. Dabei greift sie digitale Technologien und künstliche Intelligenz auf und untersucht deren Einfluss auf die Identität und die Befindlichkeit des Menschen.
Präsidentin Grotheer eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit der Künstlerin, der Kuratorin Katerina Vatsella und den Bewohner:innen der Bremer Heimstiftung. Vom 12. bis zum 25. März kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Parlamentsgebäudes (Mo, 10-20 Uhr und Di-Fr, 10-18 Uhr) besucht werden.
Das Bremer Kunststipendium wird von der Bremischen Bürgerschaft und der Bremer Heimstiftung seit mittlerweile 22 Jahren an Künstler:innen aus Partnerstädten Bremens vergeben. Die Künstler:innen leben in dieser Zeit in der Bremer Heimstiftung und haben die Möglichkeit, sich für die Dauer von drei Monaten von der Stadt und ihren Museen inspirieren zu lassen sowie Kontakte zu Künstler:innen vor Ort zu knüpfen, um Anregungen für ihre Arbeit zu bekommen. In den letzten Wochen ihres Aufenthalts stellen sie ihre hier entstandenen Arbeiten im Haus der Bürgerschaft aus.

