Thursday, 23. April 2026

Antrittsbesuch der schwedischen Botschafterin

Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer empfing gestern die Botschafterin Schwedens, Veronika Wand-Nielsson, zum Antrittsbesuch im Haus der Bürgerschaft. Wand-Danielsson ist seit September 2023 im Amt, von September 2014 bis August 2020 vertrat sie Schweden bereits als Botschafterin in Frankreich und Monaco.

Die Botschafterin sitzt am Besprechungstisch im Präsidentinnenzimmer und trägt sich in das vor ihr liegende Gästebuch ein. Präsidentin Grotheer steht neben ihr. Beide gucken freundlich in die Kamera.

Nach dem traditionellen Eintrag ins Gästebuch leitete der einstündige Austausch zu kulturellen Themen über: Wand-Danielsson berichtete, sie habe am Vortag die Jazzahead, die jährlich in Bremen veranstaltete Jazz-Fachmesse, besucht. Schweden ist das diesjährige Partnerland und steht dadurch in engem künstlerischen Austausch mit Deutschland. 

Im weiteren Verlauf des Gesprächs tauschten sich Wand-Danielsson und Grotheer über das Verhältnis von Schweden und Deutschland zur Ukraine aus. Sie stellten fest, dass die Solidarität mit der Ukraine in beiden Ländern weiterhin eine hohe Priorität habe. Grotheer berichtete in diesem Zusammenhang vom engen Austausch der Stadt Bremen mit ihrer Partnerstadt Odessa in der Ukraine. Wand-Danielsson erzählte daraufhin von einer Zeitenwende rund um das Thema Verteidigung, die sich in Schweden vollzogen habe. Offene Kommunikation mit der Bevölkerung führe in Schweden zu Befürwortung und der Beitritt zur Nato erfahre in Schweden von etwa 70 Prozent der Bevölkerung Zuspruch. Seit 2017 gebe es in Schweden wieder eine Wehrpflicht – sowohl für Männer als auch für Frauen. 

Im Anschluss ging es noch um wirtschaftliche Themen: Deutschland sei Schwedens wichtigster Handelspartner, so Wand-Danielsson. Generell schaue das Land mit Unruhe auf die aktuelle wirtschaftliche Lage, außerdem betonte sie die Wichtigkeit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von den USA.