Ausstellung eröffnet: ,,Das Unvorstellbare zeigen – Comics gegen das Vergessen“
„Das Unvorstellbare zeigen – Comics gegen das Vergessen“ ist der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 10. April im Haus der Bürgerschaft zu sehen ist. Vizepräsidentin Sahhanim Görgü–Philipp eröffnete am 10. Februar die Ausstellung, in der sich zeitgenössische Comiczeichner:innen mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen.
Vizepräsidentin Sahhanim Görgü-Philipp hat gestern (10. Februar) im Festsaal im Haus der Bürgerschaft die Ausstellung „Das Unvorstellbare zeigen – Comics gegen das Vergessen“ eröffnet. Neben Görgü-Philipp sprach auch Dr. Thomas Köcher, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, die als Kooperationspartner die Ausstellung gemeinsam mit der Bürgerschaft organisiert. Dr. Alexandra Köhring von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme führte im Anschluss in die Ausstellung ein.
Ausgestellt werden Bilderzählungen von zehn zeitgenössischen Comiczeichner:innen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, die sich künstlerisch mit Verfolgung und Gewalt in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Die Ausstellung zeigt die entstandenen Comicgeschichten und erläutert deren Entstehungsprozesse. Multimediale Elemente, Originalexponate aus der NS-Zeit sowie Einblicke in die Arbeitsweisen der Künstler:innen laden dazu ein, sich vertiefend mit den dargestellten Themen auseinanderzusetzen.
Begleitet wird die Ausstellung von einem Rahmenprogramm: Am 17. Februar beschäftigt sich der Vortrag ,,Das öffentlich Verbannte zeigen: Karl Gorath, ein exemplarisches Schicksal der nationalsozialistischen Homosexuellen-Bewegung“ des Soziologen Jörg Hutter und des Illustrators Marcel Fernandez Bücker mit der Strafverfolgung homosexueller Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Moderiert wird die Veranstaltung von Christian Linker vom Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben e.V. Am 3. März findet der Multimediavortrag ,,Valentin“ mit dem Künstler Jens Genehr statt.
Die Ausstellung kann bis zum 10. April 2026 montags von 10-20 Uhr und dienstags bis freitags von 10-18 Uhr im zweiten Obergeschoss im Haus der Bürgerschaft besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
Das landesübergreifende Projekt ist eine Zusammenarbeit der niederländischen Gedenkstätte Kamp Westerbork, der Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg, der Kazerne Dossin in Belgien und des NIOD (Instituut voor Oorlogs-, Holocaust-en Genocidestudies) in Amsterdam. Die Ausstellung wird vom Historiker Bas Kortholt (Gedenkstätte Westerbork) koordiniert.
Realisiert wurde die Ausstellung in der Bremischen Bürgerschaft mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung und Erinnern für die Zukunft e. V..

