Donnerstag, 25. Juni 2026

Bremer Hilfsprojekt stärkt medizinische Versorgung in Bremer Partnerregion Odesa

+++ Gemeinsame Pressemitteilung mit der Stiftung Solidarität Ukraine und der Bremischen Evangelischen Kirche +++

Anlässlich der Eröffnung einer neuen allgemeinmedizinischen Arztpraxis in Petrodolynske sind Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer, Ronald Speidel von der Stiftung Solidarität Ukraine und Pastor Andreas Hamburg von der Bremischen Evangelischen Kirche am vergangenen Wochenende in die Region Odesa gereist. Die Praxis wurde maßgeblich durch die Stiftung Solidarität Ukraine ermöglicht und verbessert künftig die ambulante Versorgung für die Menschen im Oblast.

Petrodolynske liegt zwischen Odesa und der Grenze zur Republik Moldau und hat seit Beginn des russischen Angriffskrieges zahlreiche Binnengeflüchtete aufgenommen. Mehr als 300 Gäste aus Politik, Verwaltung, Kirche und Zivilgesellschaft sowie zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner nahmen an der offiziellen Übergabe teil. Zugleich nutzte die Delegation die Reise, um weitere erfolgreich umgesetzte Projekte mit Bremer Unterstützung zu besichtigen und die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort zu vertiefen. „Es war mir wichtig, nach 2024 erneut nach Odesa zu reisen – zum einen, um einen Eindruck von der aktuellen Situation vor Ort zu gewinnen, und zum anderen, um den Menschen dort zu zeigen, dass Bremen solidarisch an ihrer Seite steht. Zu sehen, wie und in welch großem Umfang ihnen mit Bremer Unterstützung ganz konkret geholfen wird, war beeindruckend. Ich kann der Stiftung Solidarität Ukraine und der Bremischen Evangelischen Kirche nur für ihr enormes Engagement danken“, sagte Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer im Anschluss an die Reise.

Der Ursprung des Projekts liegt in einem Besuch derselben Bremer Delegation in Petrodolynske im Oktober 2024. Dabei wurde deutlich, dass die bisherige Arztpraxis baulich keine verlässliche Grundlage mehr für die medizinische Versorgung vor Ort bot. Schäden am Fußboden, breite Risse in den Außenwänden und weitere erhebliche Mängel machten den Handlungsbedarf offensichtlich. „Bereits auf der Rückreise nach Bremen war uns klar, dass wir hier konkret helfen können und müssen. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort haben wir eine tragfähige Lösung gefunden: eine neue Arztpraxis in Containerbauweise, die schnell realisiert werden konnte und langfristig nutzbar ist“, erklärt Ronald Speidel von der Stiftung Solidarität Ukraine.

Die neue barrierefreie Praxis verfügt über zwei Behandlungszimmer, ein Impfzimmer, einen Empfangsbereich, ein Wartezimmer sowie sanitäre Anlagen. Sie soll in den kommenden Tagen vollständig eingerichtet und anschließend in den regulären Betrieb überführt werden. Finanziert wurden die Container-Module durch die Stiftung Solidarität Ukraine, getragen von den beiden Bremer Unternehmen BUHLMANN Group und der HANSA FLEX AG. Auch die Ausstattung kam aus Bremen: Über die Bremer Ärztekammer konnten medizinisches Inventar, Geräte und Möbel aus verschiedenen Bremer Arztpraxen gesammelt werden. Der Transport erfolgte über die regelmäßigen Hilfsgüterfahrten der Firma BUHLMANN. In der Region Odesa stützte sich die Umsetzung auf gewachsene kirchliche Verbindungen und die enge Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort. „Die neue Praxis ist ein Bremer Gemeinschaftsprojekt im besten Sinne“, sagt Ronald Speidel. „Entscheidend war, dass aus dem konkreten Bedarf in der Ukraine sehr schnell ein handlungsfähiges Netzwerk geworden ist. Finanzierung, Ausstattung, Transport und die Kontakte vor Ort haben ineinandergegriffen. Dadurch konnte aus der Idee von 2024 innerhalb kurzer Zeit eine eröffnete Praxis werden.“

Pastor Andreas Hamburg von der Bremischen Evangelischen Kirche segnete die neue Praxis und hob die kirchliche Verbindung zwischen Bremen und der Region Odesa hervor: „Für uns war es keine Frage, hier zu unterstützen. Kirche ist für alle Menschen da. Sie ist dort, wo Menschen einander vertrauen und füreinander da sind. Dieser Ort soll allen dienen, die hier Behandlung, Unterstützung und Zuwendung suchen“, sagt Pastor Andreas Hamburg.

Neben der Einweihung in Petrodolynske besuchte die Delegation weitere Einrichtungen in der Region Odesa, die seit Beginn des russischen Angriffskrieges mit Bremer Unterstützung gestärkt wurden. Dazu gehören insbesondere Krankenhäuser, Kinderheime und Sommercamps, die regelmäßig über Hilfstransporte und gezielte Projektförderung der Stiftung Solidarität Ukraine unterstützt werden. In Gesprächen mit Verantwortlichen aus Verwaltung, Kirche und Zivilgesellschaft ging es darum, bestehende Kontakte zu vertiefen, aktuelle Bedarfe aufzunehmen und die weitere Zusammenarbeit abzustimmen.

Über die Stiftung Solidarität Ukraine:
Direkte Hilfe zu leisten, die genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird: Das ist das Anliegen der 2022 gegründeten gemeinnützigen Stiftung Solidarität Ukraine. Die BUHLMANN Rohr-Fittings-Stahlhandel GmbH + Co. KG und die HANSA-FLEX AG bündeln in diesem Rahmen ihre Kräfte. Es geht um finanzielle Hilfe für die Rekonstruktion und Sicherung vor allem der sozialen Infrastruktur, von Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der vom Krieg betroffenen Ukraine. Dabei ist es der Stiftung besonders wichtig, dass jeder gespendete Euro im Land ankommt. Die Spenden werden daher nicht für Verwaltungs- oder Marketingkosten genutzt, sondern mit verlässlichen Partnern vor Ort zielgerichtet verteilt.
https://stiftung-solidaritaet-ukraine.de

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Pressekontakt:
Jutta Speidel
Stiftung Solidarität Ukraine
E-Mail: jutta.speidel@stiftung-solidaritaet-ukraine.de
Telefonnummer: 0421 - 4586-778
Mobil: 0175 – 6411844