Montag, 08. Juli 2024

Kunststipendiat aus Durban zeigt Bilder in der Bürgerschaft

Der derzeitige Bremer Kunststipendiat, Lindokuhle Khumalo aus Bremens Partnerstadt Durban in Südafrika, zeigt ab heute seine Arbeiten im Haus der Bürgerschaft. Vizepräsidentin Sahhanim Görgü-Philipp eröffnete die kleine Ausstellung im 1. Stock des Parlamentsgebäudes vor den Amtsräumen der Bürgerschaftspräsidentin.

Kunststipendiat Lindokuhle Khumalo mit der Vizepräsidentin Görgü-Philipp

Aufgewachsen in der Provinz KwaZulu Natal zog es Khumalo 2013 nach Durban, um am BAT Centre, einem Gemeinschaftszentrum für Kunst und Kultur, Kunst zu studieren. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung im Rorkes Drift Art and Craft Centre und studierte dort parallel Textildruck und Weberei. 2019 wurde er von der Galerie Carole Kvasnevski in Frankreich erstmals eingeladen, an der AKAA-Messe in Paris teilzunehmen.

Lindokuhle Khumalo hat im Rahmen der Ausstellung große Porträts geschaffen: Die starke Stilisierung und der gekonnte Einsatz von ungewöhnlichen Kontrasten bringen die Charaktere zum Ausdruck. Einige der Bilder zeigen seine Familie und andere sind Zufallsbegegnungen des Künstlers. Die Möglichkeit von außen auf sein Land zu schauen bedeutet Khumalo viel.


Zur Ausstellungseröffnung betonte Vizepräsidentin Görgü-Philipp die Relevanz des Bremer Kunststipendiums im Rahmen der aktiven Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Durban: "Die Künstlerinnen und Künstler geben uns einen Einblick in ihre Kultur und in ihre Heimat. Aber sie zeigen uns auch, wie sie Bremen wahrnehmen", so Görgü-Philipp. Khumalo nutzt insbesondere Farben und Kontraste, um Rituale aus seiner Heimat darzustellen. So fungiert die Farbe Grün in seinen Werken für die Darstellung von Natur, aber auch von Selbsterkenntnis und Hoffnung.

Die Ausstellung kann vom 08. Juli bis zum 31. Juli zu den Öffnungszeiten der Bürgerschaft (Mo-Fr 10-17 Uhr) besucht werden.

Das Bremer Kunststipendium wird von der Bremischen Bürgerschaft und der Bremer Heimstiftung seit mittlerweile 20 Jahren an Künstler:innen aus Partnerstädten Bremens vergeben. Die Künstler:innen leben in dieser Zeit in der Heimstiftung und haben die Möglichkeit, sich für die Dauer von drei Monaten von der Stadt und ihren Museen inspirieren zu lassen sowie Kontakte zu Künstler:innen vor Ort zu knüpfen, um Anregungen für ihre künstlerische Arbeit zu bekommen. In den letzten Wochen ihres Aufenthalts stellen sie ihre hier entstandenen Arbeiten in der Bremischen Bürgerschaft aus. Insgesamt 53 Stipendiat:innen haben auf diese Weise bereits in Bremen gelebt und gearbeitet. Mit der südafrikanischen Großstadt Durban unterhält Bremen bereits seit 1998 engen Kontakt und seit 2011 eine aktive Städtepartnerschaft.