Wahlbroschüre 2011

Broschüre zur Bürgerschaftswahl 2011 in Leichter Sprache

Wissenswertes zur Bürgerschaftswahl

Was wählen Sie?

Der Landtag in Bremen heißt Bremische Bürgerschaft. Er setzt sich aus 68 Bremer Abgeordneten und 15 Bremerhavener Abgeordneten zusammen und tagt einmal monatlich im Haus der Bürgerschaft.
Die „Bremische Bürgerschaft (Landtag)“ wird für vier Jahre gewählt. Die Bürgerschaft wird aus den beiden Wahlbereichen (Bremen und Bremerhaven) gewählt. Für beide Wahlbereiche (Städte) gibt es deshalb unterschiedliche Stimmzettel – und eigene Spitzenkandidaten für Bremen und Bremerhaven. Und für beide Bereiche gibt es jeweils getrennt eine Fünf-Prozent-Hürde (Sperrklausel). 

NEU: Zur 20. Legislaturperiode (2019) erhöht sich die Zahl der Abgeordneten um ein Mandat (84 statt bislang 83 Abgeordneten, Bremen bekommt einen Sitz dazu). Der Grund: Die Bevölkerung in der Stadt Bremen war im Vergleich zu Bremerhaven stärker gewachsen, die Sitzverteilung war damit nicht mehr repräsentativ. Damit es in Bremen nicht schwieriger ist als in Bremerhaven ein Mandat zu erhalten, hat Bremen einen Sitz mehr bekommen.

Wer darf wählen?

Unterschieden wird zwischen aktivem Wahlrecht und passivem Wahlrecht: Aktiv wahlberechtigt sind alle Deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten ihren (Haupt-) Wohnsitz in Bremen haben.
Um selbst ins Parlament gewählt werden zu können (passives Wahlrecht), muss man mindestens 18 Jahre alt sein.

Wie wähle ich?

Bei der Bürgerschaftswahl haben Sie fünf Stimmen, die Sie beliebig auf Parteien („Listen“) und/oder auf einzelne Kandidatinnen und Kandidaten verteilen können. Sie können Ihre fünf Stimmen sowohl zwischen verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten als auch zwischen verschiedenen Parteien aufteilen. Oder Sie geben alle fünf Stimmen einer Partei oder einer Person. Wichtig ist: Vergeben Sie niemals mehr als fünf Stimmen!

Was passiert mit meinen Stimmen?

Nach der Wahl werden alle gültigen Stimmen zusammengezählt. Um in den Landtag einziehen zu können, muss eine Partei in mindestens einem der beiden Wahlbereiche (Bremen oder Bremerhaven) mehr als fünf Prozent der Stimmen erhalten haben.

  1. Abhängig von der Zahl der Stimmen bekommen die Parteien unterschiedlich viele Sitze im Parlament
  2. Zuerst werden die Sitze an die Personen mit den meisten Personenstimmen verteilt (so haben auch Leute weiter hinten auf der Liste eine Chance)
  3. Danach werden die Sitze nach der Liste vergeben. Dabei werden die Personen übersprungen, die ihr Mandat bereits über die Personenstimmen erhalten haben.
  4. Sobald alle Sitze verteilt sind, kann die erste Sitzung der neu gewählten Bürgerschaft stattfinden. Diese Sitzung nennt man „Konstituierende Sitzung“. Sie muss laut Landesverfassung innerhalb eines Monats nach Ablauf der Wahlperiode der vorhergehenden Bürgerschaft stattfinden. Der Vorstand der alten Wahlperiode lädt dazu ein. Eröffnet wird die Sitzung von dem/der bisherigen Bürgerschaftspräsident/-in. Zu Beginn der Sitzung wird die neue Bürgerschaftspräsidentin/der neue Bürgerschaftspräsident gewählt.